Nachdem auch im europäischen Teil Russlands der Elch Mitte des 19. Jahrhunderts fast ausgerottet worden war, stellte die damalige Sowjetunion die Reliktvorkommen 1919 unter Jagdschutz. Jedoch weitete der Elchstamm sich erst seit dem zweiten Weltkrieg zahlenmäßig und ausbreitungsmäßig kräftig aus. In der ehemaligen Sowjetunion geht man davon aus, dass sich die Anzahl Elche seitdem verdreifacht hat.
Kaukasischer Elch (Alces alces causasicus)
Der Kaukasische Elch lebte bis vor 150 Jahren in den Wäldern des nördlichen Kaukasus, den Ebenen im nördlichen Vorland, den Galeriewäldern und Rohrbeständen am Terek und Kuban, wahrscheinlich auch am Unterlauf des Don und in der Kolchischen Niederung. Durch Überjagung durch den Menschen wurde diese Unterart zu Beginn des 19. Jahrhunderts ausgerottet.
Ostsibirischer oder Jakutischer Elch (Alces alces pfizenmayeri)
Die kapitalen Elche, die zur Unterart Ostsibirischer Elch leben östlich des Jenissei, im Fernen Osten außer im Amur- und Ussurigebiet, und in den nördlichen Grenzgebieten der Mongolei (Kosogolgebiet, Changai, Chentei). Die größten Elche kommen in der Magadansker Region, in Jakutien und in der Nordgebieten der Irkutsker Region vor.
Zwerg - oder Ussuri - Elch (Alces alces cameloides)
Der Ussuri - Elch tauchte erstmals im Khyangan Gebirge in der östlichen Mongolei auf. Heute gibt es ihn in einem ausgedehnten Gebiet im Nordosten Chinas, in der Mandschurai, im fernöstlichen Russland (Ussuri- und Amurgebiet nordwärts bis zum Stanowoigebirge und zur Wasserscheide der Lena). Das Verbreitungsgebiet verkleinert sich durch den Einfluss des Menschen erheblich. Folge ist der Rückgang der Population. Der A. a. cameloides gehört heute zu den gesetzlich geschützten Tierarten. Den Ussuri Elch findet man in vier Klimazonen an der ursprünglichen Grenze des Inlandeises. Dort liegen zahlreiche Berge und Flüsse. Er lebt in einem Gebiet, das dafür bekannt ist, dass sich hier viele eigentümliche alte voreiszeitliche Formen erhalten haben.
Kamtschatka-Elch (Alces alces buturlini)
Die Elche dieser Unterart kommen ausschließlich im äußersten Nordosten Russlands auf der Kamtschatka-Halbinsel vor. Die durch Feuer und Wasser gebildete Landmasse fasziniert mit ihrer wundervollen und einzigartigen Natur. Hunderte von Vulkanen, heiße Quellen, Birkenwälder, soweit das Auge reicht, und ausgedehnte Moore und Sümpfe prägen die Landschaft. Auf der Halbinsel gibt es zwei Hauptverbreitungsgebiete des Elchs, das nördliche erstreckt sich vom Norden Kamtschatkas bis ca. zum Penzhina-Fluss, an der Grenze zu Tschukotka, das südliche liegt ca. 300 bis 600 km nördlich von Petropawlowsk. Die kapitalsten Elchbullen findet man im Nordteil der Halbinsel, bei den Flussläufen Penzhina, Oklan und Bielaja.