1570 wurde der letzte Elch in Böhmen geschossen. Nach etwa 400 Jahren Abwesenheit kehrten die Elche erst in den späten 50er Jahren des 20. Jahrhunderts über Polen wieder nach Mitteleuropa und den Böhmerwald zurück. Sie bildeten den Grundstock für die heute einzige Elchpopulation in Mitteleuropa. Zu Beginn der 70er Jahre wurden dort erste Jungtiere beobachtet. Im östlichen Böhmerwald in der Nähe des Moldaustausees und nördlich der Stadt Gmünd gibt es heute um die 20 Tiere. Jedoch leidet die Population wegen der Insellage. Tiere, die dem Straßenverkehr zum Opfer fallen, reißen große Löcher in den ohnehin zu kleinen Genpool. Aus dem Böhmerwald wandern gelegentlich auch mal einzelne Tiere nach Österreich ein.