Die frühestens Reste des heutigen Elches sind im Spätglazial in Süddeutschland nachgewiesen. Unter den Aschen des Laacher-See-Vulkans bei Miesenheim/Andernach wurde das Skelett eines Elchs aus der Zeit des Alleröd-Interstadials vor ca. 12 000 - 13 000 Jahren gefunden. Es ist gut erhalten, weil die Asche eines zu dem Zeitpunkt stattgefundenen Vulkanausbruchs die Gegend mit einer 5 bis 30 m dicken Aschenschicht bedeckte und das Skelett so konservierte.
Die weite Verbreitung des Elchs in Süddeutschland wird auch durch einen Skelettfund bestätigt, der auf das frühe Holozän datiert werden kann. 1909 fand man das Skelett eines kapitalen Elchs mit einer Länge von 2,40 m in postglazialen Torfablagerungen am Bahnhof in Schussenried in Oberschwaben.
Während des Atlantikums vor 5000 bis 6000 Jahren war der Elch in Mitteleuropa noch weit verbreitet. In Dorsten bei Recklinghausen fand man einen Schädel eines kräftigen Elchbullen aus dieser Zeit.
Alte Urkunden, Schriften und auch Ortsnamen berichten über das Verbreitungsgebiet des Elchs in historischer Zeit. In zwei deutschen Wappen (Wappen) findet man ihn noch heute. In den Mooren und Tonlagern bei Hannover, in Mecklenburg - Vorpommern und Sachsen hat man an mehreren Stellen Geweih - und Knochenreste des Elchs gefunden. Das Nibelungenlied und kaiserliche Erlasse aus den Jahren 943, 1006 und 1025 bezeugen das Vorkommen von Elchen am Rhein und an der Ems.
Auch in Bayern waren Elche im Mittelalter heimisch, wie Knochenfunde aus Abfallgruben der frühgeschichtlichen Siedlungen und zum Beispiel der Ortsname Ellwangen belegen. In Chroniken über Ellwangen heißt es, dass 764 n. Chr. ein Elch erlegt worden ist. Aus der Erwähnung lässt sich schließen, dass die Jagdbeute Elch nichts Alltägliches war, sonst hätte dieser Jagderfolg sicher nicht seinen Niederschlag in den Chroniken gefunden.
Auch bei der frühfeudalen Burg von Zehren, an der Burg Meißen wurden Knochenreste gefunden. Nach und nach verschwand der Elch auch aus der Lausitz.
Durch die immer dichter werdende Besiedlung in Deutschland wurde der Elch schließlich immer weiter nach Norden und Polen gedrängt. Einbürgerungsversuche in Brandenburg im 17. Jahrhundert waren erfolglos. Quellen zeugen von diesen Versuchen: "Der Fürst von Anhalt Dessau machte 1726 den Versuch, Elennwild im Freien zu hegen und ließ eine Anzahl Elennthiere aus seinem Thiergarten in den offenen Wald bringen. Mehrere davon zogen nach Sachsen, wo ihre Schonung befohlen wurde, man weiß aber nicht, wie lange sie sich gehalten."
Im 20. Jahrhundert wurden Elche auf dem Darß, an der Müritz und in der Schorfheide im Osten Deutschlands ausgesetzt. Doch fast immer kamen diese Tiere mit den Menschen in Konflikt. In den 30er Jahren wurde ein 4.500 Hektar großes Gehege an der Müritz mit Tieren aus Norwegen, Finnland und Schweden bestückt. Die Tiere vermehrten sich, doch als mit dem 2. Weltkrieg die Not kam wurden sie geschossen. Als Staatsgeschenk des Petschoragebietes westlich des Urals kamen in der DDR der 70er Jahre Elche in die Schorfheide. Weil sie mit der Hand aufgezogen worden waren, kannten sie keine Scheu vor den Menschen und suchten bald die Vorgärten der Umgebung heim. Als sie einen Flugplatz lahmlegten war ihre Zeit vorbei - sie wurden erschossen. Inzwischen finden Elche jedoch auch auf eigene Faust den Weg von Polen über die Grenze.
In den östlichen Bundesländern taucht solches "Wanderwild" immer häufiger auf.