Der moderne Mensch ist Dank der Anwendung besserer Waffen ein sehr erfolgreicher Jäger. Zur Elchjagd wird vor allen Dingen das Gewehr benutzt. In den skandinavischen Ländern darf der Elch nur mit Waffen gejagt werden, die gezogene Läufe haben. Flintenlaufgeschosse sind verboten.
Um einen Elch zu fällen, braucht man ein Gewehr mit einem großen Kaliber. Ein Zielfernrohr ist in der Regel ebenfalls erforderlich, da der Schuss aus großer Entfernung abgegeben wird. Als Transportmittel dienen Allrad - Fahrzeuge oder Flugzeuge.
Manche Jäger gehen bei der Pirschjagd mit Pfeil und Bogen vor. Sie benötigen dafür einen kräftigen Bogen und Pfeile, die in der Lage sind, die Haut des Elchs zu durchstoßen. Auf einer inzwischen nicht mehr aktuellen kanadischen Seite über Jägerei mit Pfeil und Bogen stand, dass Elche wegen ihrer gewaltigen Größe schwierig mit Pfeil und Bogen zu erlegen sind.
Dass Elche sich trotz ihrer Größe fast lautlos im Wald bewegen, muss sich der Jäger schon etwas einfallen lassen. Erfahrene Jäger klettern auf Hügel oder geeignete Bäume, um die Gegend mit dem Fernglas abzusuchen. Einige Jäger versuchen einen Elch mit Grunzlauten oder dem Schlagen von Schaufeln gegen Bäume und Sträucher anzulocken. Manche ahmen den Ruf der Kuh mit einem Horn aus Birkenrinde nach und versuchen so den Elchbullen in Schussweite zu bekommen.
Das Bild und der Ton stammt aus dem königlichen Jagdmuseum auf dem Hunneberg.
Die Hörner werden kunstvoll verziert oder heutzutage auch in moderneren Versionen angeboten.
Wenn der Elch sich zur Nachtruhe begibt, sorgt er dafür, dass seine Feinde sich ihm mit dem Wind nähern (s. Verteidigung) müssen. Erfahrene Jäger wissen, wann sie die Spur verlassen müssen, um sich ihrer Beute gegen den Wind nähern zu können. Zusammenfassung der Jagdarten:
-
Drückjagd (Treibjagd auf Schalenwild)
mit oder ohne Elchhund
Bei einer Drückjagd auf Elchwild kämmt eine Treiberkette ein Waldstück durch, in dem sich Elche für gewöhnlich aufhalten. Gegenüber von den Treibern haben die Schützen ihren Posten bezogen und warten auf das getriebene Wild. da viele Leute an einer Drückjagd teilnehmen können, eignet sie sich am besten als Gäste- oder Repräsentationsjagd. Auch die Königsjagd auf dem Halle- und Hunneberg in Schweden findet als Drückjagd statt.
In einer abgewandelten Form versuchen ein oder mehrere Jäger, mit oder ohne Hund, Elche aus einem Waldstück in Richtung des Schützen zu drücken.
Die Drückjagd eignet sich hauptsächlich für sehr elchreiche Reviere.
-
Loshundjagd
Die Jagd mit dem frei suchenden Hund bedeutet, dass der Jäger den Hund langsam gegen den Wind suchen lässt, um über frische Fährten oder durch Direktwitterung den Elch auszumachen. Der Hund zeigt an, wo sich der Elch befindet damit der Jäger dorthin pirschen kann. Diese Jagdart eignet sich am besten für große, zusammenhängende Reviere.
-
Leithundjagd
Leithundjagd bedeutet, dass der Jäger mit seinem angeleinten Hund pirscht. Der Hund hat dabei die Aufgabe, frische Elchfährten zu suchen. Hat er sie gefunden, folgen Jäger und Hund ihr, bis er Direktwitterung aufgenommen hat. Der Jäger versucht den Elch bis auf Schussweite anzupirschen, den Hund lässt er zurück. Aus sportlicher Sicht betrachtet ist dies eine sehr niveauvolle Jagd, die höchste Ansprüche an den Hund und den Jäger stellt.
-
Pirschjagd
Die Pirsch auf den Elch ist eine Jagdform, die an den Jäger sehr hohe Anforderungen stellt. Unter Pirschjagd versteht man das lautlose Pirschen eines forstgewohnten, ortskundigen und mit dem Verhalten des Elchwildes vertrauten Jägers ohne Hund, der fit sein muss und außerdem weiß, wo er Elche finden kann. Die Pirschjagd wird im Allgemeinen als die Krone aller Jagdarten verstanden, denn es ist die einzige Jagdart, bei der sich der Jäger und der Elch fast ebenbürtig gegenüberstehen.
-
Ansitzjagd
Bei der Ansitzjagd erwartet der Jäger den Elch an seinen Wechseln oder an seinen Äsungsplätzen. Einzige Voraussetzung ist, dass der Jäger diese genau kennt. Die Ansitzjagd wird vor allem in kleineren Jagdrevieren ausgeübt. Sie ist die wildpfleglichste Jagdart, da hierbei die Tierwelt wenig gestört wird.
-
Rufjagd
Bei der Rufjagd wird mittels Hörnern, anderen Hilfsmitteln oder mit bloßen Händen und dem Mund der Ruf der brünstigen Kuh nachgeahmt und der Elchbulle so angelockt. (in Skandinavien ist die Jagd zur Zeit der Brunft untersagt). Der Jäger, der mit einem Lockruf jagt, muss das Gelände gut kennen, die Kunst des Rufens beherrschen und wissen, wie das Wild auf den Ruf reagiert.